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Außerer Wall und Kaponniere 79

Es muß als sehr erfreulich bezeichnet werden daß das dominierende Werk des äußeren Walles der unregelmäßigen Fronten, die Kaponniere 79, erhalten blieb. Sie bestrich nach zwei Seiten den längsten Abschnitt des Künette-Grabens.
Damit dieses wichtige Werk nicht sofort einem direkten Angriff des Gegners ausgesetzt war wurden am westlichen Grabenrand noch die zwei Blockhäuser 79a und 79c errichtet. Diese mußte der Angreifer zuerst in seine Gewalt bringen um dann die Kaponniere einnehmen zu können. Erst jetzt konnte der Gegner mit einer gewissen Aussicht auf Erfolg an eine Erstürmung des äußeren Walles denken. Durch diese Aneinanderreihung selbständiger Einheiten wurde das geforderte Prinzip der abschnittweisen Verteidigung erfüllt.
Die Kaponniere, heute fälschlicherweise "Fronte" genannt, ist zum Jugendzentrum umgebaut worden. Im Hinblick auf die dadurch gesicherte Zukunft war es hinnehmbar, daß der freie Innenhof überdacht wurde um einen großen Raum zu schaffen, der für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt werden kann.
Der hinter dem aüßeren Wall liegende Abschnitt des Haupwalls wurde bereits etwa um 1910 zusammen mit dem Münzbergkavalier abgebrochen. Einige Reste sind aber im Bereich Freibad und beim Christoph-Scheiner-Gymnasium noch erhalten. Die vor dem Hauptwall liegende Kaponniere Nr. 82 wurde 1962 abgebrochen (heute liegt dort der Parkplatz vor dem Hallenbad).