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Rossmühle

Während der Errichtung der bastionären Befestigung war auch die Rossmühle entstanden, die nach 1550 gebaut wurde. Nachdem die Straße nach Regensburg schon unter Ludwig dem Bärtigen um das Schloss herum geführt wurde,
konnte der Neubau jetzt quer vor das alte Feldkirchener Tor gesetzt werden, das ja seine ursprüngliche Funktion verloren hatte.
Mit dem fortschreitenden Bau der Landesfestung musste man sich auf alle Eventualitäten des Festungskrieges vorbereiten. Zwar gab es in Ingolstadt an der Schutter Mühlen und dazu solche, die auf der Donau schwammen. Bei allen
Überlegungen ging man aber davon aus, dass ein entschlossener Gegner das Schutterflüßchen im Westen ableiten würde, um die Stadt ihres natürlichen Wasserzulaufs zu berauben. Schwimmende Mühlen auf der Donau waren wie
Holzschiffe und konnten der gegnerischen Artillerie ein gutes Ziel bieten.
In dieser Zeit konnte Mehl aber nicht lange gelagert werden, weil sonst Schädlingsbefall zu befürchten war. Man bedurfte in der Festung also einer Mühle, die nicht auf Wasserantrieb angewiesen war. Das Mahlen konnte hier über
eine Göpelanlage besorgt werden, die von Pferden betrieben wurde. Daher hat die Rossmühle ihren Namen bekommen