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Kavalier Elbracht

Errichtet zwischen 1839 und 1844. Die Kavaliere der Festung sind weitgehend identisch, in beiden Stockwerken standen eine größere Anzahl von Kanonen bereit um den Angreifer abzuwehren, wenn es diesem gelingen sollte den Hauptwall zu überwinden. Im Belagerungsfall konnte man dazu noch eine Batterie auf dem Dach aufstellen, welche über den Hauptwall hinweg schießen und damit den Gegner bereits im Vorfeld der Festung unter Feuer nehmen konnte.
Benannt wurde der Kavalier nach Franz Ritter von Elbracht (1764 Mannheim - 1825 München), der sich als bayerischer Offizier 1805 im Krieg gegen Österreich besonders ausgezeichnet hatte. Dafür wurde er in den Militär-Max-Joseph-Orden aufgenommen. Es war dies die höchste Tapferkeitsauszeichnung für Offiziere der Königlich bayerischen Armee und verbunden mit der Verleihung des persönlichen Adels für den Betreffenden.
Der Bau wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur Kaserne umgebaut, da er der enorm gesteigerten Zerstörungskraft der Artillerie nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg standhalten konnte.
Heute sind hier das Staatliche Bauamt (das von hier aus alle Hochbauten des Freistaates Bayern und des Bundes in der Region 10 betreut) und die Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule untergebracht. Es ist dies ein besonders glückliches Beispiel dafür, wie vielseitig ehemalige Festungswerke genutzt werden können wenn der Wille zur Erhaltung gegeben ist.