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Infrastrukturbauten

Durch den Ausbau der Festung vergrößerte sich die Zahl der Soldaten in der Stadt stetig. Kurz vor dem 1. Weltkrieg war Ingolstadt nach München die zweitgrößte Garnison im Königreich Bayern.
So wurden von 1878 bis 1880 an der Nordseite des Platzes die beiden "Friedenskasernen" errichtet. Der Name rührt davon her, daß die Bayerische Armee bemüht war in Friedenszeiten möglichst alle Soldaten in freistehenden Gebäuden unterzubringen. Dies geschah im Hinblick auf die Gesundheit der Wehrpflichtigen, nur im Belagerungsfall wäre der Umzug in die Kasematten der Festungsbauten unvermeidlich geworden
Dort wo heute der Zentrale Omnibusbahnhof steht war früher ein Exerzierplatz für Soldaten aus den beiden Kasernen. In jeder von ihnen fand ein Bataillon Infanterie Unterkunft Heute sind das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord und das Finanzamt die Nutzer, wodurch eine dauerhafte Erhaltung der bemerkenswerten Bauten gewährleistet ist.
Die beiden zweifarbigen Ziegelbauten an der Südseite des Platzes sind ehemalige Offizierswohngebäude, die auch heute noch voll genutzt werden.
Die nicht mehr genutzten militärischen Gebäude – speziell die Friedenskasernen und die ehemaligen Proviantamtsgebäude - wurden nach dem 2. Weltkrieg zur Keimzelle der Wiedergründung der sächsischen Auto-Union in Ingolstadt, aus der die heutige Firma Audi entstanden ist.